Count
GC verliert spektakuläre Partie in Luzern

GC verliert spektakuläre Partie in Luzern

In einer packenden Partie mit sieben Toren müssen sich die Grasshoppers dem FC Luzern mit 3:4 geschlagen geben. GC geht in der ersten Halbzeit zweimal in Führung, erhält aber nach beiden Treffern jeweils den postwendenden Ausgleich. Im zweiten Durchgang fallen nochmals drei Tore, mit dem besseren Ende fürs Heimteam.

1. Halbzeit

GC-Trainer Gerald Scheiblehner setzt gleich zu Beginn der Partie auf die Neuverpflichtung Köhler. Der 29-jährige Deutsche, der von Eintracht Braunschweig zu den Grasshoppers wechselte, spielt neben Meyer im zentralen Mittelfeld. Asp Jensen, der das YB-Spiel krankheitshalber verpasste, kehrt in die Startelf zurück. Frey ist dagegen angeschlagen und fehlt im Aufgebot.

Das Spiel beginnt mit einem frühen GC-Paukenschlag: In der 9. Minute profitiert Meyer von einem Patzer der Luzerner Hintermannschaft im Spielaufbau, umkurvt FCL-Keeper Loretz und schiebt zur Führung ein. Der erste Super League Treffer für den 21-Jährigen!

Die Luzerner kommen jedoch schnell zurück. In der 15. Spielminute gelingt Kabwit der Ausgleich. Sein Schuss wird von Diaby unhaltbar abgefälscht. Zehn Minuten vor der Pause zieht Plange im FCL-Strafraum ab. Sein Schuss springt an den Arm von Owusu – Penalty für GC! Plange läuft gleich selbst an, schickt Loretz in die falsche Ecke und trifft zur erneuten GC-Führung.

Nachdem Luzern schon das 0:1 postwendend ausgleichen konnte, gelingt dem Heimteam der Ausgleich diesmal sogar noch schneller. Nicht einmal zwei Minuten nach dem Elfmeter trifft Di Giusto zum 2:2. Hammel ist zwar noch dran, kann den zweiten Gegentreffer aber nicht verhindern.

2. Halbzeit

Der zweite Durchgang beginnt mit einer gefährlichen Szene für Luzern. Von Moos schiesst einen Freistoss von der Strafraumgrenze an die Latte. Mit etwas Glück bleibts beim 2:2. Kurze Zeit später ändert sich das aber: Von Moos bringt den Ball vors GC-Tor, wo Neuzugang Köhler den Ball unglücklich per Kopf ins eigene Tor lenkt. Die erstmalige Führung fürs Heimteam ist Tatsache. Bitter!

Doch auch diesmal fällt der Ausgleich postwendend. Wie zuvor die Luzerner können auch die Grasshoppers sofort auf den Rückstand reagieren. Stroscio gewinnt einen Zweikampf an der Strafraumgrenze und haut den Ball wunderbar in die weite Ecke zum 3:3. Es ist bereits das sechste Tor in dieser verrückten Partie, gespielt sind erst 58 Minuten.

Doch leider können sich die Grasshoppers nicht dafür belohnen, dass sie auch heute sehr viel Moral und Kampfgeist an den Tag legen. Ottiger trifft eine Viertelstunde vor Schluss aus rund 16 Metern unhaltbar für Hammel zum 4:3.

Die Grasshoppers werfen in den Schlussminuten noch einmal alles nach vorne, sogar Hammel versucht sich bei den letzten beiden Eckbällen im Luzerner Strafraum. Ein zweites Mal will der Ausgleich aber nicht gelingen. So reist GC ohne Punkte zurück nach Zürich.

Fazit

Dieser Auftritt hätte mindestens einen Punkt verdient. GC geht zweimal in Führung, kann diese jeweils aber nicht lange halten. Den erstmaligen Rückstand können die Grasshoppers dann noch ausgleichen, der vierte Luzerner Treffer ist dann aber der eine zu viel. Am Schluss fehlts an der nötigen Abgeklärtheit. Aber: GC lebt und bereitet vor allem offensiv Freude.

Ausblick

Am Samstag steht bereits das nächste schwierige Auswärtsspiel auf dem Programm. Die Grasshoppers treffen um 18 Uhr auf den FC St.Gallen. Mit einer ähnlichen Leistung wie heute liegt auch da etwas drin.

Die Tore

4:3
Luzern: 15’ Kabwit, 37’ Di Giusto, 53’  Köhler (ET), 76´ Ottiger
GC: 9’ Meyer, 35’ Plange, 58’ Stroscio

  • Giotto Morandi kehrt zum Grasshopper Club Zürich zurück
  • Auftakt in die Cup-Saison in Regensdorf
  • Heimspiel gegen den FC Sion vom 23. August wird verschoben