1. Halbzeit
GC beginnt die wichtige Partie erwartungsgemäss mutig und aufmüpfig. Die erste nennenswerte Aktion gehört auch Blau-Weiss. Nach einem Eckball von Veron Lupi entsteht eine Anreihung an Kopfbällen. Der Letzte davon gehört Lee, sein Kopfversuch kann von St. Gallens Zigi gerade noch so über die Latte gelenkt werden.
In der 12. Minute geht GC in Führung. Der flinke Veron Lupi setzt sich auf der linken Seite gegen seinen Kontrahenten durch und legt zur Mitte. Muci nimmt den Ball an und haut ihn per Hacke ins Tor. Die so wichtige Führung! Im Showdown hätte GC aktuell den rettenden 10. Platz inne. Aber davon kann man sich (noch) nichts kaufen.
In der 16. Minute kann Muci fast nachdoppeln. Wieder ist es Veron Lupi, der einen Standard aus dem Halbfeld nach vorne haut, die St. Galler Hintermannschaft klärt die Flanke bis an die Strafraumgrenze, wo Muci direkt draufhaut und leider zu hoch zielt.
In der 24. Minute wird’s plötzlich ruhig in der GC-Kurve. Die Botschaft vom 1:0 für Winterthur hat die Runde gemacht. Damit ist der Grasshopper Club Zürich wieder auf dem Barrageplatz – für den Moment. Dass GC bis zu diesem Zeitpunkt das Spiel im Letzigrund nach Belieben dominiert ist zwar toll anzusehen, hat aber jetzt einen faden Beigeschmack erhalten.
In der 40. Minute hört man vom 2:0 von Winterthur. Der direkte Klassenerhalt wirkt immer unwahrscheinlicher. Nun gilt es einfach, die eigene Führung nach Hause zu bringen.
Kurz vor dem Pausenpfiff jubelt das Letzigrund wieder. Lee trifft nach einer Veron Lupi-Flanke per Kopf zum 2:0. Zumindest bis der Assistent seine Fahne hebt: Abseits.
Und dann kommt noch eine Botschaft aus der Westschweiz vor der Pause: Yverdon führt 1:0 gegen den FCZ. Damit wird’s nochmals etwas enger für den GCZ.
2. Halbzeit
St. Gallen lässt sich nicht gefallen, dass die ersten 45 Minuten wirklich gar nicht liefen. Zur Pause wechseln die Gäste gleich dreimal. Auch wenn es für die Ostschweizer auf dem Papier um nichts mehr geht, will man eine Niederlage nicht einfach so hinnehmen.
GC bleibt auch zu Beginn der zweiten Spielzeit aufsässig und presst hoch. Seko und Lee kombinieren sich in den Strafraum und verpassen nur knapp, sich erneut eine Topchance zu erspielen.
Nach einer knappen Stunde kommt eine weitere Meldung aus Yverdon – die Westschweizer führen 2:0 gegen den FCZ. Es wird immer klarer, dass man hier einfach gewinnen muss. Muci setzt gleich zum Distanzschuss an, doch der bringt Zigi nicht ins Schwitzen. Direkt danach bedient Veron Lupi per Flanke den heranrauschenden Paskotsi, der von der FCSG-Verteidigung vergessen wird. Paskotsi kann nur noch den Fuss hinhalten, der Versuch geht aber knapp drüber. Yverdon führt mittlerweile 3:0.
In der 62. Minute kommt St Gallen zur ersten Chance und die ist riesig. Csoboth grätscht am zweiten Pfosten völlig frei einen Flankenball aus kürzester Distanz aufs Tor. Aber Hammel ist blitzschnell unten und rettet den GCZ.
GC drückt weiter. Bei Minute 66 spielt Persson eine hohe Hereingabe auf Muci. GCs Nummer 9 nimmt ihn Volley an und haut in der zweiten Berührung aus der Drehung Volley voll drauf. Knapp daneben.
Eine Minute später zieht St. Gallens Csoboth wieder davon und probierts seinerseits per Volley. Völlig freistehend setzt er den knapp am weiten Lattenkreuz vorbei. Dann, in der 69. Spielminute, spielt Captain Abrashi per Lupfer-Pass Lee frei. Dessen Kopfball geht Pfosten-ab ins Tor zum 2:0! Ein wichtiges Polster in diesem Kopf-an-Kopf-Rennen im Abstiegskampf.
In der 83. Minute zieht Irankunda los, schiebt Vallci ein Tunnel, dieser reisst ihn anschliessend als letzter Mann um und holt sich die rote Karte ab. Es ist die letzte Aktion des Spiels: GC gewinnt sehr überzeugend und muss, weil Winterthur 2:0 gewinnt, nun in die Barrage gegen den FC Aarau. Yverdon steigt trotz 3:2-Sieg gegen den FCZ direkt ab.
Informationen zur Barrage folgen am Freitagmorgen.
