1. Halbzeit
GC nimmt im Vergleich zur letzten Partie eine Änderung in der Defensive vor: Diaby, der sich bereits mit Mali auf den Afrika-Cup vorbereitet, wird im Abwehrzentrum durch Decarli ersetzt.
Die Zürcher starten mutig in die Partie. Bereits in der 2. Minute kommt GC zur ersten Möglichkeit, unmittelbar danach folgt ein weiterer Abschluss durch Zvonarek. Der engagierte Beginn zahlt sich aus: Asp Jensen setzt sich im Dribbling gegen mehrere YB-Spieler durch und versenkt den Ball präzise in der linken Ecke – 0:1. Assist kommt von Eigengewächs Krasniqi. GC bleibt effizient. In der 13. Minute gibt es Elfmeter für die Gäste nach einem Handspiel eines YB-Verteidigers. Plange übernimmt Verantwortung und verwandelt sicher zum 0:2. Zwei Tore innerhalb von zehn Minuten sorgen für einen starken Start der Grasshoppers. YB reagiert und kommt in der 16. Minute zur ersten gefährlichen Offensivaktion, doch Hammel pariert souverän. Vier Minuten später fällt dennoch der Anschlusstreffer: Sanchez setzt durch und trifft zum 1:2 (20. Minute). In der 28. Minute klärt Abels eine Flanke unglücklich und köpft den Ball an die eigene Latte - Glück gehabt. GC meldet sich wieder offensiv. In der 29. Minute wird Plange lanciert und trifft, steht beim Zuspiel jedoch klar im Abseits. Nur wenige Minuten später fällt erneut ein Treffer für GC – diesmal mit Überprüfung: Clemente erzielt das 1:3, und nach VAR-Review zählt das Tor. Kurz vor der Pause zeigt Asp Jensen nochmals seine Klasse und zieht nach einem starken Dribbling ab, verfehlt das Tor aber knapp (39. Minute). In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit bietet sich GC eine riesige Gelegenheit: Ein Pass hebelt die gesamte YB-Abwehr aus, Zvonarek scheitert zunächst an Keller, der Abpraller fällt Clemente vor die Füsse – doch aus wenigen Metern schiesst er über das leere Tor (46. Minute). GC geht mit einer verdienten 3:1-Führung in die Pause.
2. Halbzeit
Seoane reagiert zur Pause und nimmt einen Doppelwechsel vor. Mambwa und Bedia kommen für Smith und für Males. Die zweite Halbzeit beginnt mit viel Druck der Gastgeber: YB kommt unmittelbar nach Wiederanpfiff zu gleich drei Offensivszenen. In der 52. Minute zieht Mambwa alleine auf Hammel zu. Der Ball springt ihm jedoch zu weit vom Fuss, sodass der GC-Keeper im letzten Moment klären kann. In der 60. Minute gelingt YB der Anschlusstreffer: Bedia trifft nach Vorarbeit von Sanchez zum 2:3. Die Berner zeigen sich in dieser Phase deutlich gefährlicher. Nur eine Minute später wechselt YB erneut doppelt: Gigovic und Virginius ersetzen Fassnacht und Pech. Auch GC reagiert in der 64. Minute: Ullmann geht vom Platz, Mantini kommt ins Spiel. Zudem ersetzt Diarrassouba Krasniqi. In der 69. Minute folgt dann eine spielentscheidende Szene: Nach VAR-Überprüfung entscheidet Schiedsrichter Dudic auf Elfmeter für GC. Zvonarek übernimmt, schiesst in die untere rechte Ecke, doch Keller pariert. GC bleibt dennoch dran. In der 72. Minute bringt Trainer Scheiblehner Muci für Clemente. Kurz darauf prüft der VAR erneut eine Strafraumszene – diesmal zugunsten von YB. Der Entscheid lautet jedoch Abseits, es bleibt beim 2:3. Dann folgt die entscheidende Phase von Plange: In der 85. Minute lanciert Zvonarek Asp Jensen, der den Ball flach in die Mitte spielt. Plange steht richtig und trifft zum 2:4. Während der Aktion trifft Raveloson den Torschützen mit dem Fuss am Kopf. Nach Videoprüfung zeigt der Schiedsrichter die Rote Karte (86. Minute). GC nutzt die Überzahl eiskalt. In der 90. Minute erhöht Plange auf 2:5. In der Nachspielzeit ist der Stürmer nicht zu stoppen: Mit seinem vierten Treffer macht Plange die Serie perfekt erzielt das 2:6 (92. Minute).
Fazit
GC liefert im Wankdorf eine herausragende Leistung ab. Mit hohem Pressing, viel Energie und einem überzeugenden Zusammenspiel ist das Team über weite Strecken klar überlegen. Die Mannschaft belohnt sich für ihren Aufwand mit sechs Treffern – angeführt von einem überragenden Plange, der an diesem Abend nicht zu stoppen ist.
Ausblick
Am Sonntag steht im Letzigrund das letzte Spiel des Jahres an. GC empfängt den FC St. Gallen und will sich nach der letzten 0:5-Niederlage rehabilitieren.
